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Was sind sensible Daten? Eine praxisnahe Taxonomie

Sensible Daten: eine operative Definition und eine Taxonomie in 6 Familien, vom Namen bis zum API-Schlüssel. Der Leitfaden, um zu wissen, was Sie schützen müssen, bevor Sie KI nutzen.

Von Alexis de ONYRI
Besorgt um Ihre Daten? Anonymisieren Sie sie vor der KI

Sensible Daten sind alle Informationen, deren Offenlegung ein Risiko schafft – für eine Person (Privatsphäre) oder für das Unternehmen (rechtlich, finanziell, wettbewerblich). In der Praxis geht das weit über Namen und E-Mail-Adressen hinaus: Sie lassen sich in sechs Familien einteilen, von persönlichen Identitäten bis zu technischen Geheimnissen wie API-Schlüsseln. Diese Familien zu kennen bedeutet zu wissen, was Sie schützen müssen, bevor Sie Text an einen KI-Assistenten senden.

1. Personenbezogene Daten (PERSONAL)

Alles, was eine Person direkt oder indirekt identifiziert: vollständiger Name, E-Mail, Telefon, Postanschrift, Sozialversicherungsnummer, Ausweisdokument, medizinische Informationen. Es ist die rechtlich am stärksten regulierte Familie (DSGVO) und die erste, die es zu schützen gilt.

2. Finanzdaten (FINANCIAL)

IBAN, Bankverbindungen, BIC/SWIFT, Kartennummern, Steuernummern, Gehaltsbeträge. Ihr Abfluss setzt Sie dem Betrugsrisiko aus und gibt vertrauliche Informationen über Personen wie über das Unternehmen preis.

3. Technische Geheimnisse (TECHNICAL)

API-Schlüssel und Zugangstoken (Cloud, Zahlungsplattformen, KI-Anbieter), private SSH-Schlüssel, JWT-Token. Wenn Sie einen Codeausschnitt oder eine Konfigurationsdatei in eine KI einfügen, hinterlassen Sie oft ein Geheimnis, das Ihre Systeme öffnet. Es ist der gefährlichste blinde Fleck.

4. Anmeldedaten (CREDENTIAL)

Passwörter im Klartext, Einmalcodes (OTP), Geheimnisse der Zwei-Faktor-Authentifizierung (MFA). Sie haben keinen Grund, an einen Drittanbieterdienst zu gelangen.

5. Unternehmensdaten (CORPORATE)

Registrierungsnummern, Firmennamen, Entitätskennungen. Für sich genommen harmlos, zeichnen sie jedoch eine Karte Ihrer Geschäftsbeziehungen, sobald sie miteinander abgeglichen werden.

6. Strategische Daten (STRATEGIC)

Kunden- und Projektnamen, interne URLs, Besprechungsmarker, Roadmap-Elemente. Nicht „personenbezogen“ im Sinne der DSGVO, aber ihr Abfluss verursacht reale wettbewerbliche Kosten.

So nutzen Sie diese Taxonomie

  • Prüfen Sie Ihre Nutzung: Welche Familien handhaben Ihre Teams in ihren Prompts?
  • Aktivieren Sie die passenden Detektoren, statt alles Fall für Fall zu behandeln.
  • Fügen Sie eigene Regeln für Ihre Projektnamen und internen Codes hinzu.
  • Passen Sie sich dem Land an: Nationale Kennungen (Sozialversicherung, Steuern) unterscheiden sich je nach Rechtsraum.

ONYRI Sanitize organisiert seine Erkennung genau um diese sechs Familien herum, mit länderspezifischen Regeln (FR, US…) und der Möglichkeit, eigene hinzuzufügen. Das ist die konkrete Umsetzung von „Ihre sensiblen Daten verlassen niemals den Browser, vom Namen bis zum API-Schlüssel.“

Häufig gestellte Fragen

Sind sensible Daten nur personenbezogene Daten?
Nein. Personenbezogene Daten sind nur eine von sechs Familien. Technische Geheimnisse (API-Schlüssel), Anmeldedaten und strategische Daten sind ebenso sensibel, für das Unternehmen manchmal sogar mehr.
Warum sind API-Schlüssel so kritisch?
Ein API-Schlüssel oder Token gewährt direkten Zugriff auf Ihre Systeme. In einen Prompt mit einem Codeausschnitt eingeschoben, kann er unbemerkt abfließen – daher der Wert einer entropiebasierten Erkennung.
Fallen Unternehmensdaten unter die DSGVO?
Nicht direkt, wenn sie keine Person identifizieren. Doch ihr Abfluss verursacht wettbewerbliche Kosten: Deshalb geht eine gute Taxonomie über den reinen DSGVO-Rahmen hinaus.

Quellen & Referenzen

Behalten Sie Ihre sensiblen Daten in Ihrem Browser

ONYRI Sanitize erkennt und maskiert Ihre sensiblen Daten, bevor sie die KI erreichen, und stellt anschließend die Antwort wieder her — vom Namen bis zum API-Schlüssel.

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