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Dürfen Sie Ihr Anschreiben in ChatGPT eingeben?

Ja, die KI formuliert ein Anschreiben sehr gut um. Aber es enthält Ihre personenbezogenen Daten – anonymisieren Sie diese Kennungen vor dem Prompt.

Von Pierre de ONYRI
Besorgt um Ihre Daten? Anonymisieren Sie sie vor der KI

Ja, Sie können Ihr Anschreiben in ChatGPT eingeben, und die KI formuliert es sehr gut um. Sie strafft den Einstieg, klärt die Struktur, korrigiert den Ton. Aber ein Anschreiben enthält Ihre personenbezogenen Daten. Ihren Namen, Ihre E-Mail-Adresse, Ihre Telefonnummer. Manchmal auch intimere Angaben: Kündigungsgründe, Familiensituation, persönliche Einschränkungen. Doch die Qualität der Umformulierung hängt weder von Ihrem Namen noch von Ihren Kontaktdaten ab. Der einfache Reflex: Anonymisieren Sie diese Kennungen vor dem Prompt und fügen Sie die echten Werte danach wieder ein.

Das Problem: Ein Anschreiben ist voller personenbezogener Daten

Ein Anschreiben ist nicht nur einfacher Text. Von Natur aus identifiziert es Sie. Es enthält fast immer:

  • Ihre direkten Kennungen: Name, Vorname, E-Mail-Adresse, Telefonnummer.
  • Den Namen des Zielunternehmens und manchmal den des Personalverantwortlichen.
  • Persönliche oder sensible Angaben: Kündigungsgründe, Familiensituation, gesundheitliche Einschränkungen, Verfügbarkeit im Zusammenhang mit einer privaten Situation.

Diese Informationen helfen der KI nicht, besser zu schreiben. Sie nützen nur Ihnen später, in der endgültigen Fassung. Sie in eine KI für den Massenmarkt einzufügen bedeutet, sie ohne Grund an einen Dritten weiterzugeben.

Der Kern: Diese Daten gelangen in die Verarbeitung des Anbieters

Einmal eingefügt, gelangt Ihr Anschreiben in die Verarbeitung des KI-Anbieters. Es kann gespeichert werden. Je nach Angebot kann es auch dazu dienen, das Modell zu verbessern. Sie verlieren die Kontrolle über seine Lebensdauer. Hier kommt ein einfaches Prinzip der DSGVO ins Spiel (die europäische Datenschutz-Grundverordnung): die Datenminimierung.

Die gleiche Logik gilt auf der Recruiting-Seite. Die CNIL weist darauf hin, dass ein Personalverantwortlicher nur Daten erheben darf, die « einen direkten und notwendigen Bezug zur angebotenen Stelle oder zur Bewertung der beruflichen Eignung » haben. Sie hat sogar eine förmliche Aufforderung gegen ein Unternehmen wegen übermäßiger Erhebung von Bewerberdaten ausgesprochen: Geburtsort, Angaben zum Ehepartner, Kinder, frühere Gehälter. Derselbe gesunde Menschenverstand gilt, wenn Sie als Bewerber Ihr Anschreiben an eine KI senden.

Bestandteil des AnschreibensNützlich für die Umformulierung?Vor der KI anonymisieren?
Name, VornameNeinJa
E-Mail, TelefonNeinJa
Name des ZielunternehmensNeinJa
Einstieg, Struktur, ArgumenteJa, das ist die eigentliche ArbeitNein, sie bleiben unverändert
Der Mehrwert der KI liegt im Stil, nicht in Ihren Kennungen. Rahmen: Datenminimierung (DSGVO, Artikel 5), nach der CNIL.

Die Lösung: Kennungen vor dem Prompt anonymisieren

Die gute Nachricht: Sie behalten den vollen Nutzen der KI und verringern gleichzeitig die Exposition Ihrer Daten. Ersetzen Sie einfach die Kennungen vor dem Senden durch neutrale Token. Die KI arbeitet an einem anonymisierten Anschreiben. Sie sieht nicht, wer Sie sind, aber sie sieht den gesamten nützlichen Text. So gehen Sie vor:

  1. 1Erkennen Sie die Kennungen: Name, E-Mail, Telefon, Name des Zielunternehmens.
  2. 2Ersetzen Sie sie durch Token, bevor Sie den Text in die KI einfügen.
  3. 3Führen Sie den Umformulierungs-Prompt auf der anonymisierten Version aus.
  4. 4Fügen Sie die echten Werte in der endgültigen Fassung wieder ein, auf Ihrem eigenen Gerät.

Der Einstieg, die Struktur und die Argumente bleiben unverändert. Genau das verbessert die KI. Ihre Kontaktdaten verlassen dagegen nie Ihre private Zuordnung.

« Aber ich möchte doch nur meinen Einstieg verbessern »

Das ist ein häufiger Einwand, und die Antwort ist beruhigend. Ein Einstieg lässt sich auf einem anonymisierten Anschreiben genauso gut verbessern. Die KI arbeitet an Formulierung, Rhythmus und der Reihenfolge der Ideen. Nichts davon braucht Ihren echten Namen. Ersetzen Sie « John Smith » durch ein Token, und der umformulierte Einstieg ist exakt derselbe. Sie verlieren null Qualität und verringern die Exposition.

Schema: Ein Anschreiben, dessen Kopfzeile (Name, Kontaktdaten) in Bernstein zu einer KI-Karte fließt; darunter werden dieselben Daten auf kobaltblaue Token mit einem Häkchen reduziert, und nur der anonymisierte Text erreicht die KI.
Nach der CNIL (Datenminimierung, Recruiting) und der DSGVO (Artikel 5, Grundsatz der Datenminimierung).

Genau das leistet ONYRI Sanitize. Die Engine erkennt Ihre Kennungen und ersetzt sie vor dem Senden durch umkehrbare Token. Die Erkennung und die Zuordnung Token↔Wert bleiben in Ihrem Browser. Nur anonymisierter Text erreicht die KI. Diese Datenminimierung verringert die Exposition Ihrer Daten: Sie beseitigt sie nicht von allein. Aber sie erlaubt Ihnen, die KI zu nutzen und dabei die Kontrolle über das Wesentliche zu behalten – Ihre Identität.

Häufig gestellte Fragen

Dürfen Sie Ihr Anschreiben in ChatGPT eingeben?
Ja, und die KI formuliert es sehr gut um: Einstieg, Struktur, Ton. Aber ein Anschreiben enthält Ihre personenbezogenen Daten (Name, E-Mail, Telefon) und manchmal sensible Angaben. Doch die Qualität der Umformulierung hängt nicht davon ab. Der sichere Reflex: Anonymisieren Sie diese Kennungen vor dem Prompt und fügen Sie die echten Werte danach wieder ein.
Formuliert die KI ein anonymisiertes Anschreiben genauso gut um?
Ja. Die KI arbeitet an Stil, Rhythmus und der Reihenfolge der Ideen, nicht an Ihrer Identität. Ihren Namen durch ein Token zu ersetzen ändert nichts an der Qualität des Einstiegs oder der Struktur. Sie behalten den vollen Nutzen der Umformulierung und verringern gleichzeitig die Exposition Ihrer Daten.
Warum von Datenminimierung bei einem Anschreiben sprechen?
Weil das Einfügen Ihres Anschreibens in eine KI Ihre Daten an einen Dritten übermittelt. Die CNIL definiert Datenminimierung als die Beschränkung der Daten « auf das notwendige Maß » für den Zweck. Es ist ein Grundsatz der DSGVO (Artikel 5). Einen Text zu verbessern braucht weder Ihren Namen noch Ihre Kontaktdaten.

Quellen & Referenzen

Behalten Sie Ihre sensiblen Daten in Ihrem Browser

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